In Decoded: Selbstbild reloaded möchten wir in Mädchen zwischen 11 und 18 Jahren ein kritisches Verständnis für KI-gestützte Filter und algorithmisch erzeugte Bubbles schaffen. Offiziell läuft das Projekt seit November, tatsächlich beschäftigen uns die Themen aber schon viel länger.
Die Idee für das Decoded-Projekt kam uns während unserer Workshops im Rahmen von Sicher im Digitalen: Starke Mädchen, Starke Zukunft. Fast alle unsere (großteils minderjährigen) Workshop-Teilnehmenden waren auf Social Media, und die problematischen Auswirkungen zeigten sich auch bei unseren Diskussionen über Schönheitsideale. Umso mehr freut es uns, dem Thema jetzt mit Decoded mehr Aufmerksamkeit zu widmen!

Das Projekt in aller Kürze
Bei Decoded möchten wir vorwiegend Teenagerinnen im Alter von 11 bis 18 Jahren ansprechen. Mit unseren jüngeren Workshopteilnehmenden möchten wir über KI-Filter und Social Media Bubbles sprechen und so eine medienkritische Reflexion anregen. Mit unseren älteren Teilnehmenden reden wir über Empfehlungslogiken und Plattformtrends, um auch die politische Dimension von Algorithmen besprechbar zu machen.
Wichtig ist uns dabei, kreative Gegenbilder zu schaffen: Wie kann ich auf Social Media präsent sein, ohne mein Gesicht zu zeigen? Was kann ich gegen Filterblasen tun? Wie kann ich Trends kritisch aufgreifen und die digitale Resilienz meines Umfelds stärken?
Unsere Projektziele und Maßnahmen

Wir haben uns hohe Ziele gesteckt: Wir möchten zwei verschiedene Workshops ausarbeiten, und diese insgesamt 16x abhalten. Zusätzlich zu unseren Workshops möchten wir in einer Online-Ausbildung ausgewählte Schülerinnen zu Multiplikatorinnen machen, um das Thema in ihr Umfeld weiterzutragen.
Über drei Lehrer*innen-Fortbildungen und zwei eigene Unterrichtspakete bringen wir unsere Inhalte dann in zahlreiche weitere Klassenzimmer.
Wie man schon an den oben genannten Maßnahmen erkennt, ist Öffentlichkeitsarbeit ein besonders wichtiges Projektziel: Dazu gehört neben Social Media Arbeit auch eine breite Vernetzung mit Lehrkräften und Partner-Organisationen.
Selbstverständlich planen wir außerdem, unser Projekt nicht nur wissenschaftlich fundiert aufzubauen, sondern auch selbst zur wissenschaftlichen Forschung beizutragen. Unsere Erkenntnisse aus Recherche und Workshop-Durchführungen schlagen sich in wissenschaftlichen Papern nieder.
Wenn du über das Projekt am Laufenden bleiben möchtest, folg uns auf Social Media – vielleicht siehst du dann schon bald, wie wir als COOL Lab planen, die klassischen Algorithmen zu durchbrechen!
Das Team
Anders als unsere anderen beiden aktuellen Projekte liegt die Durchführung von Decoded vollständig bei uns – entsprechend viele Mitglieder des JKU COOL Labs sind beteiligt:
Die Projektleitung liegt bei Eva Schmidthaler, die wissenschaftliche Leitung bei Barbara Sabitzer.
Die Materialentwicklung und das Workshop-Design werden von Lena Katzinger geleitet, unterstützt wird sie dabei von Benjamin Knör, Hannah Aigner und Simon Frauenberger.
Marina Unterweger veranstaltet die Multiplikator*innen-Ausbildung, die Lehrendenausbildung wird von Jakob Lonauer designed.
Christine Berger und Felix Ferchhumer übernehmen organisatorische Aufgaben rund um das Projekt und gestalten die Workshops mit, Corinna Hörmann koordiniert externe Workshops an der Universität Salzburg.
Wir freuen uns schon darauf, unsere Pläne in die Tat umzusetzen!

Dieses Projekt wird im Rahmen des Förderaufrufs Maßnahmen zur ökonomischen und gesellschaftlichen Gleichstellung von Frauen vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung gefördert.

